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Die Kunst des „aktiven Zuhörens“!

25.10.2015, von Sabine Nimo

Eine Grundeigenschaft in der Kommunikation mit Menschen ist das aktive Zuhören.
Egal ob im Führungsbereich, im Mitarbeitergespräch oder im Kundengespräch – wirklich zu verstehen was der Andere sagt und meint, beginnt mit der Art des Zuhörens.

Leider ist im Verlauf eines Gespräches unsere Aufmerksamkeitsspanne sehr schnell erschöpft und wir hören nur mit halbem Ohr zu. Handelt es sich beim Inhalt um etwas,
was wir schon kennen oder schon oft gehört haben, hören wir gar nicht mehr zu. Unser eigener Film beginnt abzulaufen und vor unserem geistigen Auge bauen wir bereits an Lösungen. Ein spannender Aspekt ist die Verbesserung der eigenen Kommunikation durch aktives Zuhören. Um die eigene Fähigkeit des Zuhörens zu verbessern, sind folgende Tipps hilfreich:

6 Tipps für aktives Zuhören

Tipp 1:
Vermeiden Sie, Schlussfolgerungen zu ziehen oder ein Urteil zu fällen, bevor ihr Gegenüber überhaupt fertig ist. Seien Sie neugierig und lauschen mit ehrlichem Interesse. Im Zen gibt es die schöne Formulierung:
„Höre so zu, als würdest Du es das erste Mal hören. Halte Deinen Geist frei und offen.“

Tipp 2:
Schauen Sie ihrem Gesprächspartner in die Augen.
Für aktives Zuhören ist es wichtig, einen gewissen Augenkontakt zu halten. Signalisieren Sie ihm auch mit den Augen, dass Sie bei ihm sind – und nicht bei dem Bild hinter seiner linken Schulter.

Tipp 3:
Achten Sie auch auf Ihre Körpersprache. Entspannen Sie sich! Öffnen Sie verschränkte Arme und/oder Beine. Das nervöse Klopfen mit dem Kuli stört das Gegenüber. Neigen Sie stattdessen Ihren Körper etwas in Richtung Ihres Gesprächspartners. Es ist auch völlig okay zu nicken – oder sogar zu lächeln, wenn es angebracht ist! Bitte beachten Sie, dass diese Dinge nur funktionieren, wenn Sie ehrlich ankommen.

Tipp 4:
Versuchen Sie die Kernaussagen zu erfassen und sie wirklich zu verstehen.
Einen Gesprächspartner lautstark zu unterbrechen und in die Luft gehen, zerstört das Gespräch. Hören Sie ihm zuerst zu. Wenn er fertig ist, dann können Sie einsteigen – aber erst dann. Also einatmen, ausatmen – und zuhören!

Tipp 5:
Wiederholen das Gesagte mit Ihren eigenen Worten.
Das zeigt ihrem Gegenüber, dass Sie ihn verstanden haben – und es gibt ihm die Möglichkeit, eventuelle Missverständnisse noch auszuräumen. Beispiel: “Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann ist der Hauptgrund für die Verzögerung die Veränderung im Design.” Versuchen Sie die Kernaussage zu erfassen und formulieren Sie diese im Anschluss mit ihren eigenen Worten, um zu prüfen, ob Sie Ihren Gegenüber richtig verstanden haben.

Tipp 6:
Mit Fragen können Sie ihr Verständnis vertiefen – und noch mehr Informationen bekommen. Der alte Spruch: “Wer fragt, der führt”, ist übrigens immer noch gültig!
Das Hauptgeheimnis für aktives Zuhören liegt in Ihrem wirklichen Interesse
an Ihrem Gegenüber und dem, was er /sie sagt.

NACH einiger Übung werden Sie feststellen, dass Sie mit der Beherzigung dieser Tipps mehr erfahren als bisher. Das liegt daran, dass Sie genauer und vielleicht auch etwas länger bewusst zuhören.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Ihre Sabine Nimo