Hilfreiche Tipps und Tricks. Neues von Nimo Consulting.

Wachstumsbremsen

08.03.2013, von Sabine Nimo

Ganz egal, ob du glaubst, dass du es schaffst, oder nicht, du wirst in jedem Fall Recht behalten! (Carlos-Enrique Pescador)

Was hält uns eigentlich davon ab, genau das zu tun, was wir tun wollen oder tun sollen? Oft sind wir voller Pläne, haben gute Visionen aber die Umsetzung und Durchsetzung ist schlecht. Wenn ich als Unternehmer oder Führungskraft das dritte Projekt vor die Wand gefahren habe, spätestens dann stellt sich mir die nagende Frage: „Wieso hat es nicht geklappt?“

Nach meiner Erfahrung spielen entweder Faulheit, Feigheit, eine eingeschränkte Sichtweise oder Harmoniesucht eine größere Rolle, als sich die meisten vorstellen können.

Schauen wir uns diese vier Bremsen einmal genauer an.

 

Faulheit:

Ein fauler Mensch ist entweder zufrieden mit seiner Situation oder schlicht und einfach satt. Denken Sie an Weihnachten. Sie sind 2 Tage lang zum Essen eingeladen worden, haben gut und reichlich gegessen und werden nach Weihnachten in ein 5 Sterne Restaurant eingeladen. War vielleicht die zweite Einladung schon zu viel? Ihre Euphorie wird sich in Grenzen halten, Sie sind nicht gerade motiviert.

Wie wichtig eine hohe Motivation ist, wird oft unterschätzt. Mir bot ein lieber Kollege an, eines seiner Speed-Reading Seminare zu besuchen. Schnelles Lesen sei ausgesprochen nützlich. Nun, ich lese viel und gerne und genieße es, wieso sollte ich meinen Genuss schmälern, indem ich es abkürzen lerne? Erst als ich bei einer Fortbildung gezwungen war, neben dem normalen Pensum zwei sehr theoretische Fachbücher zu lesen, wünschte ich mir einen schnelleren Weg. Ich meldete mich mit hoher Motivation zu dem Seminar an und profitiere bis heute in manchen Situationen von dem Erreichten.

Was also können Sie tun, um Ihre Motivation zu steigern?

 

Feigheit:

Die Feigheit ist wie die Faulheit sehr negativ besetzt. Was steckt dahinter? Die Angst vor einer neuen Situation? Angst vor den Konsequenzen, die sich aus verändertem Verhalten für mich ergeben könnten? Dass ich die Folgen tragen und am Ende einen – nicht absehbaren – Preis zahlen müsste, wenn ich etwas verändere?

Sie möchten 20 Kilo abnehmen, planen das Projekt gründlich, lesen alles über Diäten, melden sich bei den Weight Watchers oder in einem Fitness Center an, aber am Ende gehen Sie nicht hin, Sie ziehen die Verhaltensänderung nicht durch. Ihr Ziel werden Sie nicht erreichen.

Die Frage, die Sie sich stellen sollten, liegt auf der Hand: Wovor haben Sie Angst?

 

Eingeschränkte Sichtweise:

Der Mensch denkt mit einem Tunnelblick, gerade so, wie ein Pferd mit Scheuklappen sehen kann: eingeschränkt. Und diese Einschränkung nehmen wir zu allem Überfluss auch noch selbst vor, geleitet von unseren „Glaubenssätzen“, unserer Sozialisierung, unseren Erfahrungen, von allem, was wir meinen zu wissen. Und unser Unterbewusstsein führt Regie.

Ob du glaubst du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst in jedem Fall recht behalten (Henry Ford)

Wenn ich glaube, dass Samstags eh nur Kunden kommen, die sich beraten lassen wollen, werde ich nie abschlussorientierte Fragen stellen. Zu allem Überfluss stelle ich meine eingeschränkte Sichtweise nicht in Frage, setzte mich nicht darüber hinweg und drehe mich stattdessen im Kreis. Es gibt kein persönliches Wachstum und in letzter Konsequenz auch kein unternehmerisches Wachstum, wenn ich meine persönlichen Schauklappen nicht ablege.

Wie kann ich lernen, über den Tellerrand zu schauen und mich weiterzuentwickeln?

 

Harmoniesucht:

„Everybody’s darling ist everybody’s Depp“, sagte bereits Franz-Josef Strauß. Sind Harmonie und Gleichklang für Führungskräfte erstrebenswert? Sind sie überhaupt erreichbar? Wird nicht jede unliebsame Anweisung, die ich erteile, von meinem Gegenüber als ein Eingriff in seinen persönlichen Bereich empfunden?

Hier springt dem Unsicheren gleich die eingeschränkte Sichtweise hilfreich zur Seite. Fernab von jeder unternehmensorientierten Sachebene sorge ich mich um die Empfindsamkeiten des anderen, sobald ich andere und bessere Arbeitsabläufe einführen will und stelle unbewusst mein Bedürfnis nach Harmonie über das Ergebnis, das von mir erwartet wird.

Harmonie ist nicht dasselbe wie Teamarbeit. Ich kann mich nicht immer nach den – vermuteten – Befindlichkeiten der anderen richten, wenn ich als Führungskraft meine (unternehmerischen) Ziele erreichen will. Muss ich also lernen, über Leichen zu gehen? Mitnichten!

Um Wachstumsbremsen zu lösen, müssen Führungskräfte lernen, zu reflektieren. Was hält Sie zurück wie Blei an den Füßen? Gibt es einen Weg aus der Unterbewusstseinsfalle?

Natürlich, aber dazu müssen Sie motiviert sein (und nicht faul), müssen Mut beweisen, Ihre Ängste zu reflektieren (und nicht feige sein), müssen lernen, neue Sichtweisen anzunehmen (und Ressourcen zu erforschen – denn die schlummern oft unerkannt längst in Ihnen und Ihren Mitarbeitern) und Sie müssen lernen, nach vorne zu schauen und zu wachsen. Gehen Sie von Ihrer inneren Bremse, entdecken Sie Ihre Fähigkeiten, nutzen Sie Ihre eigenen Ressourcen und die Ihres Teams.

Kommunikations- und Persönlichkeitscoaches – in den USA längst Standard – können Ihnen als Führungskraft helfen, sich weiterzuentwickeln und von der Bremse zu gehen. Wachsen Sie! Und nehmen Sie Ihr Unternehmen mit.


Ob du glaubst du schaffst es oder du schaffst es nicht, du wirst in jedem Fall recht behalten. (Henry Ford)

If you think you can do a thing or think you can’t do a thing, you’re right. (Henry Ford)